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Wer eine Immobilie hat braucht sie – die Wohngebäudeversicherung



Ob Sturm, Brand oder Wasser – solche Ereignisse können Schäden an Immobilien verursachen, die den finanziellen Ruin des Hauseigentümers bedeuten können. Schon ein Rohrbruch kann so starke Schäden verursachen, dass ein Bewohnen des Gebäudes nicht mehr möglich ist. Trotz aller Vorsorgemaßnahmen lassen sich leider solche schädigenden und zerstörerischen Ereignisse nicht mit hundertprozentiger Sicherheit ausschließen, aber vor den finanziellen Folgen solcher Schäden kann man sich absichern. Und sollte das als Hausbesitzer  auch unbedingt tun – mit einer Wohngebäudeversicherung.

 

Dabei ist das „ob oder ob nicht“ meist gar nicht die Frage. Viele Hauseigentümer stehen vor dem Problem, aus der Vielzahl an Wohngebäudeversicherungen die richtige bzw. die für die jeweiligen Bedürfnisse beste und dazu noch günstige Versicherung zu finden. Das dies gar nicht so einfach ist, ergab auch ein Tarifvergleich der Zeitschrift „Finanztest“ (5/2016), der Preisunterschiede von mehreren Hundert Euro zwischen dem günstigsten und dem teuersten Versicherer ermittelte.

 

Warum ist eine Wohngebäudeversicherung wichtig?

 

Wohngebäudeversicherung für HauseigentümerEine Wohngebäudeversicherung besteht im wesentlichen aus vier Bausteinen. Danach sind Schäden am Gebäude durch Leitungswasser, durch Brand und Blitzschlag, durch Sturm und Hagel sowie durch Elementarereignisse versichert.

 

Zu letzteren gehören beispielsweise Überschwemmungen, Rückstau aus Abwasserleitungen, Erdbeben, Schneedruck oder Lawinen.

 

Welche Schäden sonst noch mit versichert sind oder mit versichert werden können, sollte in jedem konkreten Fall vor Versicherungsabschluss geklärt werden. Wie in anderen Lebensbereichen auch, so zeichnet sich bei Wohngebäudeversicherungen ebenfalls ein Trend zur Individualisierung ab.

 

Bei dem einen ist es eine Garage, die mitversichert werden soll, ein anderer hat eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, der nächste eine Sauna im Haus. Das kann sogar soweit gehen, dass man denkmalgeschützten Baumbestand im Park rund um das Gebäude gegen Sturmschäden mitversichern möchte.

 

Beitragsbemessung

 

Und genau davon, was man im speziellen Fall gern alles absichern möchte, ist das meist ausschlaggebende Kriterium für oder gegen die Versicherung abhängig – die Versicherungsprämie. Der Beitrag bemisst sich nämlich nicht allein am Alter, an der Bausubstanz,  am Standort oder an Vorschäden des Gebäudes, sondern natürlich auch am Versicherungsumfang.

 

Ältere Häuser werden dabei generell von den Versicherungen bei den Prämien höher angesetzt, da hier erfahrungsgemäß schneller ein Schaden eintreten kann und etwa die Gefahr eines Rohrbruchs aufgrund alter Leitungen und Rohre höher ist als bei Neubauten. Oft bieten Versicherungen hier Staffelprämien nach dem Alter des Gebäudes an.

 

Wohngebäudeversicherung vergleichenGab es bereits Vorschäden und womöglich gar Elementarschäden, dann wird es schwer, überhaupt eine Versicherung zu finden und wenn, dann sind die angebotenen Tarife sehr begrenzt und die Prämien von vornherein schon relativ hoch. Auswahl gibt es dann nur noch wenig bis gar nicht – es bleibt häufig nur die Wahl versichert oder nicht versichert. Und das ist es relativ egal, ob man bei einem teuren Anbieter abschließen muss – Hauptsache man ist überhaupt versichert.

 

Ein weiteres Kriterium für die Prämienhöhe ist, wo sich das Gebäude befindet, denn die Versicherungen teilen Deutschland in Gefahrenzonen ein. Für die Gefährdung durch Sturm und Hagel gibt es zwei Zonen, für Leitungswasser sind es vier und für Elementarschäden wie Überschwemmung, Erdbeben oder Explosionen sind es ebenfalls mehrere Zonen, die über den Preis für den Versicherungsschutz mitentscheiden.

 

Wohngebäudeversicherung – je teurer, desto besser?

 

Eine teure Police muss nicht zwangsläufig die beste sein. Eine gute Police muss den Anforderungen der Immobilie entsprechen und den Bedürfnissen des Bauherrn bzw. des Eigentümers so nahe wie möglich kommen. Wichtig ist, dass die Versicherung so ausgelegt ist, dass sie für entsprechende Schäden unkompliziert aufkommt und schnell Ersatz leistet, so dass es nicht zum Ruin des Eigentümers kommen kann, selbst wenn der Schaden erheblicher ist als ursprünglich angenommen.

 

Je niedriger eventuelle Vorschäden, je weniger Gefährdung durch Elementarschäden zu erwarten und je jünger das Haus ist, desto eher kann man eine günstige Police finden, da man aus einer erheblich größeren Anzahl an Angeboten wählen kann. Und desto besser lässt sich die Versicherung  an die konkreten Bedürfnisse anpassen und der Versicherungsschutz erweitern.

 

Wählt man nur einen Standard- oder Basistarif, dann ist das vielleicht der günstigste, er bietet aber auch bei weitem weniger Schutz als etwa Premiumtarife oder Tarife, die zusätzliche Schäden mit abdecken, welche wiederum in den anderen Tarife nicht enthalten sind.

 

Beim Vergleich verschiedener Versicherungsangebote sollte man darauf achten, ob der Preis für den Versicherungsschutz günstig und der für Elementarschäden dagegen hoch ist oder umgekehrt – im Endeffekt ist entscheidend ist die Höhe der Prämie für das Gesamtpaket. Man sollte beim Abschluss darauf achten, dass die Versicherungsgesellschaft auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit verzichtet.

 

 

 

 

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